Der Pfarrplan 2024

Der Pfarrplan ist die Personalplanung der Landeskirche in Württemberg, die versucht, in regelmäßigen Abständen langfristig auf die Entwicklungen einzugehen. Dieser setzt die Entwicklung der Mitgliederzahlen, der Finanzkraft und der zur Verfügung stehenden Pfarrerinnen und Pfarrer ins Verhältnis und sieht bis zum Jahr 2024 13,2 Prozent weniger Pfarrstellen vor. Die Zahl der Pfarrstellen verringert sich somit in den kommenden Jahren von 1.666 auf 1.446. Ziel ist eine gerechte Verteilung der Pfarrstellen in der gesamten Landeskirche und die verlässliche Versorgung aller Kirchengemeinden.

Entscheidend für die Pfarrstellenstreichungen sind:

  1. In den nächsten Jahren wird die Zahl der Mitglieder in der Landeskirche zurückgehen. Das liegt weniger an den Austritten als vor allem an der demografischen Entwicklung: Deutschland wird älter. Weniger Mitglieder bedeutet weniger Kirchensteuer.

  2. In den kommenden 25 Jahren werden geburtenstarke Jahrgänge in Rente bzw. in Ruhestand gehen. Kirchensteuer aber zahlt nur, wer Einkommenssteuer zahlt. Weniger berufstätige Mitglieder bedeuten weniger Kirchensteuer.

  3. Aus den geburtenstarken Jahrgängen haben viele Theologie studiert und wurden Ende der 1980er - und Anfang der 1990er – Jahre in den Pfarrdienst aufgenommen. Ein Viertel aller Pfarrer/innen werden in den kommenden 12 Jahren in den Ruhestand gehen. Die Landeskirche hat jedoch große Nachwuchssorgen. Um zu vermeiden, dass Pfarrstellen jahrelang unbesetzt bleiben und um Verteilungsungerechtigkeit innerhalb der Landeskirche zu vermeiden (es wollen mehr Pfarrer/innen in die Region Stuttgart als nach Weikersheim), müssen entsprechend Pfarrstellen gestrichen werden.

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Die Konsequenzen für Remseck

Der Pfarrplan und seine Umsetzung bis zum Jahr 2024 wurde von der württembergischen Landessynode 2016 beschlossen. Für den Kirchenbezirk Ludwigsburg ist eine Einsparung von 4,5 Pfarrstellen vorgesehen. Da Remseck in der letzten Runde ungeschoren davongekommen war, trifft es diese Gemeinden besonders hart. Spätestens zum Jahr 2024 müssen die fünf Ortsteile / vier Kirchengemeinden auf drei Pfarrstellen aufgeteilt werden. Als sinnvoll erscheinen die Seelsorgeeinheiten Aldingen, Christuskirchengemeinde sowie Neckarrems und Neckargröningen. Arbeitseinsparungen erscheinen vor allem auf der Verwaltungsebene möglich. So manche Tätigkeit wird aktuell an vier geschäftsführenden Pfarrämtern vierfach erledigt.

Allerdings wird die aktuell vakante Pfarrstelle der Kirchengemeinde Neckarrems noch einmal voll besetzt, sodass Remseck noch einige Jahre auf 4,5 Pfarrstellen hoffen darf.

Erklärung zum Schaubild links: Die Zahl über den Balken ist die Größe der Pfarrstelle entsprechend zur Größe der Gemeinde.