Trauer um Ulf Scharlau

Prof. Dr. Ulf Scharlau bei der Wiedereinweihung der Aldinger Margaretenkirche

Professor Dr. Ulf Scharlau ist 10. März nach einer Operation im Alter von 77 Jahren gestorben und wurde am 18. März zu Grabe getragen. Der Eingriff war notwendig und er hatte sich am 11. Februar von seinen kirchlichen Verpflichtungen „abgemeldet“. Er wusste um den Ernst der Lage, war jedoch sehr gelassen und voller Optimismus, dass er im Sommer wieder präsent sein werde. Leider ging alles schief und auch die Ärzte stehen vor einem Rätsel.

Ulf Scharlau hat sich in den vergangenen 20 Jahren in vielerlei Hinsicht um die ehemalige Kirchengemeinde Aldingen verdient gemacht. Von 2002 bis 2013 war er Kirchengemeinderat. In der zweiten Legislaturperiode übernahm er den Vorsitz. In seine Amtszeiten fielen insbesondere die Außen- sowie die Innenrenovierung der Margaretenkirche, die ihm sehr am Herzen lag. Er war Mitglied im Bauausschuss sowie in der Jury des Kunstwettbewerbs für die Prinzipalien (Altar, Ambo und Kreuz). Seine Liebe zur Margaretenkirche war besonders zu spüren in den vielen Kirchenführungen, in denen er sein breites historisches Wissen auf anregende und interessante Weise den Menschen mitzuteilen wusste. Mit seiner Frau ordnete und archivierte er fachgerecht die historische Gemeindebibliothek mit den bis zu 400 Jahre alten Bücher.

Besonders prägte er das evangelische Aldingen durch seine Liebe und durch seine Kenntnisse in der Musik. Sein Cello-Spiel bereicherte unzählige Gottesdienste und Kirchenkonzerte. Seine musikalischen Verbindungen im Umkreis lockte exzellente Musikerinnen und Musiker zu Konzerten in die Margaretenkirche. Dabei war er nicht auf Kammermusik und Klassik festgelegt. Als Mitglied im Kulturausschuss trieb er die Öffnung der „Kirchenkultur“ für moderne und auch säkulare Musik mit voran (Grachmusikoff und Wendrsonn).

Für die Pfarrer in seiner Amtszeit war er väterlicher Mentor.

Ulf Scharlau bereicherte die Kirchengemeinde durch sein großes Wissen, seine Klugheit und sein Pflichtbewusstsein. Unaufgeregt und in großer Gelassenheit war er der Mann für schwierige Verhandlungen, der sachlich blieb und um eine gute Lösung für beide Seiten bemüht war. Als Gentleman der alten Schule war er immer verbindlich und loyal, auch wenn – was selten war – er in der Sache mit dem Stelleninhaber nicht einer Meinung war. Den Menschen und Christen Ulf Scharlau zeichnete eine Menschlichkeit und Weite aus, die um den Lauf der Dinge und der Welt weiß.

Als Bibelvers für seine Beerdigung hatte er einen Psalmvers aus dem 31. Psalm festgelegt: „Ich aber, Herr, hoffe auf dich und spreche: Du bist mein Gott! Meine Zeit steht in deinen Händen.“

In diesem Sinne: Gott befohlen!

Jens Keil

In eigener Sache: „… keine bleibende Stadt“

Aldingen ist seit 10 Jahren unsere Heimat und der Ort, an dem wir als Familie glücklich geworden sind. Hier habe ich meinen Beruf mit Liebe und Leidenschaft leben dürfen. Trotzdem wird es nun Zeit, weiterzuziehen. Pfarrer*innen sind in einer Kirchengemeinde immer nur auf Zeit – das ist von der Landeskirche so vorgesehen und das ist gut so. So wird gewährleistet, dass immer wieder neue Impulse und andere Schwerpunkte gesetzt werden, um neue Menschen anzusprechen und zu gewinnen.

Zum 1. Juli werde ich die geschäftsführende Pfarrstelle an der Stadtkirche in Feuerbach antreten. Mit 54 Jahren ist es an der Zeit, mich beruflich noch einmal zu verändern. Neue Aufgaben, Herausforderungen und andere Schwerpunkte haben mich gelockt. Wenn ich auch beruflich von der Notwendigkeit überzeugt bin, so tut es doch persönlich weh. Meine Frau und ich müssen uns bei jedem Wechsel die Kirchengemeinde aus dem Herzen reißen. Viele liebe Menschen sind uns wichtig geworden. Dankbar sind wir für viele gelungene Projekte, kostbare Kontakte und wertvolle Beziehungen, die uns auch persönlich sehr bereichert haben.

Noch allerdings ist die Zeit des Abschieds nicht da. Bis zum Sommer werden hoffentlich noch viele Begegnungen (wieder) möglich sein. Mein Abschiedsgottesdienst wird der Erntebittgottesdienst am 20. Juni sein – hoffentlich bei strahlendem Sonnenschein, unter freiem Himmel und ohne Personenzahlbegrenzung. Angedacht ist ein Ort in der Nähe der Escher-Kartoffelhalle. Wir hoffen sehr, dort noch einmal viele Menschen treffen zu können.

Jens Keil

 

Nachruf für Alfred Walker

Mit dem gebürtigen Aldinger Alfred Walker ist am 29. Dezember ein Förderer und Freund der (ehemaligen) Kirchengemeinde Aldingen im Alter von 92 Jahren von uns gegangen. Während der Renovierung der Margaretenkirche im Jahr 2012 war er wesentlich bei der Ausgestaltung des Kunstwettbewerbs für die Prinzipalien (Kreuz, Altar und Ambo) der Margaretenkirche beteiligt. Als Mitglied des Preisgerichts begleitete er aktiv die Neugestaltung und unterstützte das Projekt mit einer höchst großzügigen Summe.

Wir haben Alfred Walker als einen wachen, mutigen und interessierten Menschen kennenlernen dürfen, der auch im hohen Alter sich nicht scheute, ausgetretene Pfade zu verlassen. Seiner Heimatgemeinde, der Kirche seiner Taufe und Konfirmation und deren Geschichte zutiefst verbunden, war es ihm ein Anliegen, seiner Margaretenkirche dem Glauben zeitgemäß neue Gestalt zu geben, um so die Menschen für Gott zu gewinnen.

Wir danken für alles, was Alfred Walker für die Kirchengemeinde getan hat, und befehlen ihn Gottes Händen an.

Pfarrer Jens Keil und Prof. Dr. Ulf Scharlau

 

Im Rückblick: Unsere Adventskalender 2020

Einen musikalischen Adventskalender bot in diesem besonderen Advent die Remsecker Kirchenband Seibis & Friends. Jeden Morgen ab 6 Uhr fand sich auf dem Youtube-Kanal der Evangelischen Kirchengemeinde Remseck ein adventlicher Gruß in den Tag. Das 24. Türchen als Finale begleitet uns in die Weihnachtszeit.

Leider musste der lebendige Adventskalender durch den Lockdown frühzeitig beendet werden. Am 24.12 aber gibt es auch ein digitales Türchen vom Film- und Medienverein Remseck: Eine Zusammenfassung der 12 Impulse und Stationen. Ein wirklich schönes Video. Schaut es Euch an und genießt es. Vielen Dank dem Verein.

 
 

Gemeindeleben im Advent 2020

Adventskrippe

Eine "Adventskrippe" kann während der Adventszeit in der offenen Margaretenkirche bewundert werden. Maria und Josef machen sich auf ihre Reise. Die Hirten hüten ihre Schafe. Im Stall stehen nur Ochs und Esel . Hanna und Smieon warten auf den Messias. In der Ferne sieht man die Karawane der 3 Könige ziehen und die Engel machen sich bereit, in der Höhe ihre Freudengesänge anzustimmen.

Da wir den Gesang in der Kirche so sehr vermissen, kam die Idee, die Liedtexte durch die Biblischen Figuren lebendig werden zu lassen. Ob Maria im Dornwald, die Hirten auf den Hürden, die hellen Lieder der Engel....

Im Advent: "Kigo to go"

Weil der Kindergottesdienst in diesen Zeiten leider nicht stattfinden kann, hat sich das Kindergottesdienstteam etwas Besonderes für den Advent ausgedacht: einen „Kigo to go“. Für jeden Adventssonntag bekommt jedes Aldinger Kindergottesdienstkind jeweils eine Tüte mit einem kleinen Adventsgottesdienst für zuhause vor die Tür gestellt. Darin finden sich jede Menge Ideen, Material und Überraschungen für einen kleinen Kindergottesdienst am Wohnzimmertisch.

Youtube-Gottesdienst für Heiligabend

Aufnahmen für unser YouTube-Gottesdienst an Heiligabend. Alle Remsecker Pfarrer*innen sind am Start. Auch da gehen wir neue Wege.

 

Die Martinskirche in Neckargröningen täglich geöffnet und adventlich geschmückt. Abschalten. Beten. Nachdenken.

Macht hoch die Tür

In der offenen Aldinger Margaretenkirche sind von 10 bis 18 Uhr die Besucherinnen und Besucher eingeladen unter der Überschrift „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“, vier Türen zu durchschreiten. Jede Tür steht unter einer besonderen Überschrift und bei jeder Tür gibt es „etwas zu tun“; eine kleine spirituelle Übung, die in die Besinnung einlädt.

 

Auftakt - Lebendiger Adventskalender

Es war ein wunderschöner Auftakt vor der Wendelinskirche. Das Spätausgabe-Team gestaltete den Abend und der Hochberger Posaunenchor verzauberte uns mit seinen Klängen. Schön, dass so viele gekommen sind (es gab reichlich Platz) und ein großes Dankeschön an die vielen Helfer .

Aktion Esel

Mit dem Gottesdienst am 2. Advent startet in Neckarrems die „Aktion Esel“. Viele Holzesel warten wie jedes Jahr darauf, abgeholt zu werden, damit in der Advents- und Weihnachtszeit ihre Säckchen für einen guten Zweck gefüllt werden. Dafür dürfen sich alle Teilnehmer an der Spendensammlung einen handgefertigten Holzesel als sympathische Weihnachtsdekoration mit nach Hause nehmen. Dieses Jahr werden durch dieses Projekt Kinder in Sierra Leone unterstützt. Zum Eselsfest am 17. Januar werden die Esel hoffentlich gut gefüllt wieder zurückerwartet. Mit der besonderen Spendenaktion wird in Neckarrems seit 1983 die Evangelische Hilfsorganisation Brot für die Welt unterstützt.

Adventsgalerie in der Schlosskirche in Hochberg

Eine Galerie mit Adventsbildern von Hochberger Grundschülern war als 7. Türchen in unserem lebendigen Adventskalender in der Schlosskirche zu bewundern.

 

Lichterkirche

In einem besonderen Licht erstrahlte die Margaretenkirche zum 10. Türchen des Lebendigen Adventskalenders. Rund 300 Kerzen in zuvor eigens gesammelten Einweckgläsern luden zur Ruhe und zum Staunen ein. Dazu wurden Licht- und Segensworte über die Lautsprechanlage eingeflüstert. O-Ton einer Besucherin: "Voll schön.... und so friedlich..... Vielen Dank, dass wir das genießen dürfen." Für die Besorgten: Es durften immer nur 5 Personen gleichzeitig die Kirche betreten.

Unsere „neue“ alte Orgel

Selbst an Königinnen geht die Zeit nicht spurlos vorüber – an der Königin der Instrumente erst recht nicht. Die Orgel in Neckarrems ist mit ihrer dunklen Holzfront und den goldenen Ornamenten aus dem Jahr 1790 eine imposante Erscheinung.

1968 hat sie ein neues Innenleben bekommen und nach rund 50 Jahren stand nun eine grundlegende Überholung an, um die Klangqualität zu erhalten. Aus diesem Grund wurde die Orgel im vergangenen Sommer von Orgelbaumeister Friedrich Tzschöckel und seinen Mitarbeitenden vollständig zerlegt und gründlich ausgereinigt. In diesem Zuge wurden auch anstehende Nachbesserungen vorgenommen, für die sonst in wenigen Jahren ein erneutes Zerlegen der Orgel notwendig geworden wäre.

Den Arbeitsprozess verfolgte der Pfarrbezirk Neckarrems mit großem Interesse. Trotz widriger Umstände aufgrund der Coronakrise konnten im Sommer drei Führungen für Kindergartengruppen stattfinden. Kinder und Eltern staunten über die vielen tausend Einzelteile, die akkurat im Chorraum der Kirche aus- und aufgebaut waren. Besonders der Tisch mit den sortierten und gereinigten Pfeifen war ein unvergesslicher Anblick. Eine der Führungen übernahm Orgelbaumeister Friedrich Tzschöckel selbst. Er stellte hierbei sein enormes Geschick unter Beweis, selbst kleinen Kindern komplexe Zusammenhänge bezüglich der Orgel lebhaft vor Augen zu führen und konnte mit seiner kurzweiligen Art das Interesse der Kinder mühelos wecken. Auch der „Club der älteren Generation“ kam in den Genuss einer Baustellen-Führung durch Herrn Tzschöckel. Zu diesem Anlass verband er gekonnt sachliche Informationen rund um die Orgel sowie die Baumaßnahmen mit einem unterhaltsamen Teil, für den er eigens eine Drehorgel mitgebracht hatte. Zur Fortsetzung!

Damit wir den Faden nicht verlieren!

Um in kontaktarmer Zeit "den roten Faden nicht zu verlieren" und in Verbindung zu bleiben, lud das Aldinger Frauenzimmer über den Sommer ihre Frauen ein, kleine Quadrate zu stricken, zu häckeln, zu nähen und zu weben und in der Margaretenkirche abzugeben. Yarn-Bombing, also Wolle-Bombardierung, Guerilla-Stricken oder Knit the City sind die subversiven und mancherorts sogar verbotenen Vorbilder einer gemeinsamen Woll-Lust, bei der dann Bäume, Pfosten, Schilder oder Geländer verziert werden. Das Ergebnis kann nun als farbenfrohes Symbol der Verbundenheit im Aldinger Gemeindegarten bewundert werden.

Konfirmationen

An den ersten beiden Wochenenden im Oktober feierten in Aldingen 28 junge Menschen ihre Konfirmationen. Da die Plätze in der Margaretenkirche aufgrund der Pandemie begrenzt waren, konnte die Kirchengemeinde nicht teilnehmen. Um jedoch die interessierte Öffentlichkeit daran Anteil haben zu lassen, dass junge Menschen sich zu Gott und der Kirche bekennen, haben wir dieses Musikvideo erstellt (natürlich auf Abstand und immer nur 5 Jugendliche in einem Raum). Sven Heine hat daraus ein Chorlied gemacht und Marlon Widmann die Bilder dazu gestellt. Der Rap ist von MAD-C Matze geschrieben.

Sämtliche Aufnahmen ohne Abstand sind natürlich aus der Zeit vor Corona. In den s/w-Bildern setzen die Konfirmand*innen ihren Konfirmationsspruch mit sich in Bezug.

Neue Kirchengemeinderätin

Neue Kirchengemeinderätin nachgewählt

Bedingt durch ihren Umzug hat Monika Raiser, die für die Pfarrbezirke Hochberg/Hochdorf in den Kirchengemeinderat gewählt worden war, die Kirchengemeinde verlassen. Wir bedauern ihren Wegzug sehr und danken ihr für ihre Arbeit nicht nur im Kirchengemeinderat, sondern auch für viele Jahre in anderen Ehrenämtern. Für ihre Zukunft wünschen wir ihr Gottes Segen.

Der Kirchengemeinderat hat in seiner Sitzung vom 16. 7. Nicole Stihl aus Hochberg einstimmig nachgewählt. Sie ist bereits ehrenamtlich in den Pfarrbezirken Hochberg/Hochdorf tätig, und wir freuen uns, dass mit ihr der freie Sitz im Kirchengemeinderat nahtlos wiederbesetzt werden kann.

Nicole Stihl wird in einem  Gottesdienst nach den Sommerferien feierlich auf ihr Amt verpflichtet werden. Wir wünschen ihr für ihre Arbeit im Kirchengemeinderat alles Gute, Gottes Segen und freuen uns auf die Zusammenarbeit.

 

Aus dem Aldinger Parochieausschuss

In seiner Sitzung vom 22. Juli wählte der Aldinger Parochieausschuss Andreas Kirchhoff zum ersten Vorsitzenden. Andreas Kirchhoff ist seit 2013 Kirchengemeinderat und war zuletzt auch Vorsitzender des damaligen Aldinger Kirchengemeinderats. Zu seiner Stellvertreterin wählte der Ausschuss Carina Streubel.

In den Parochieausschuss zugewählt wurde Christa Majer-Kachler. Sie war viele Jahre Kirchengemeinderätin und Vorsitzende in Aldingen. 

Blumenübergabe unter Pandemiebedingungen

 

Gemeindediakon tritt Stelle an

Seit dem 1. Mai ist Nathanael Maier der neue Gemeindediakon der Evangelischen Kirchengemeinde Remseck. Der 29jährige kommt aus dem kleinen Dorf Immenhausen, nahe Tübingen. „Christliche Jugend- und Gemeindearbeit war mir von Jugend an ein Herzensanliegen.“, so Maier.

Durch sein Studium an der Evangelischen Hochschule kam er nach Ludwigsburg. In dieser Zeit absolvierte er ein Praktikum im Altenheim sowie beim Arbeiter-Samariterbund. Nebenher engagierte sich Maier an der Hochschule in verschiedenen Bereichen und sowie in der Ludwigsburger Kommunalpolitik.

Seine besondere Aufgabe ist es, die fünf Pfarrbezirke der erst unlängst zu einer Kirchengemeinde Remseck fusionierten Ortsteile mit neuen und innovativen Angeboten auf unterschiedlichen Ebenen zusammenzuführen. Seine persönliche Überzeugung: „Kirche ist stark, wenn Sie vor Ort etwas bewirkt und füreinander und andere da ist.“

 
 

Veröffentlicht am 07.05.2020 in Ludwigsburger Kreiszeitung

Als die evangelischen Kirchengemeinden in Remseck zum Jahreswechsel fusioniert haben, kündigte
die geschäftsführende Pfarrerin Elke Goldmann aus Hochberg bereits an, dass im Laufe des Jahres noch ein Gemeindediakon eingestellt wird. Der ist jetzt gefunden. Zum 1. Mai hat Nathanael Maier aus Ludwigsburg die Stelle angetreten. Bei dem 29-Jährigen handelt es sich – zumindest in Ludwigsburg – um keinen Unbekannten. Kommunalpolitisch Interessierte kennen ihn dort als SPD-Stadtrat und Vorsitzenden des Ortsvereins der Sozialdemokraten. Seine Arbeit als Gemeindediakon hat er diese Woche bereits aufgenommen. Wann allerdings sein Einführungsgottesdienst stattfinden wird, steht derzeit wegen der Coronakrise noch in den Sternen. „Ab 17. Mai wird es in Remseck in einem überschaubaren Format und mit den nötigen Sicherheitsmaßnahmen wieder Gottesdienste geben“, sagt
Maier. Doch seine Einführungwird dann nicht an erster Stelle stehen. „Wir warten einfach mal ab, wie sich das entwickelt“, gibt sich Maier geduldig.

Zum vollständigen Artikel

Mit Musik Corona trotzen

Wenn alle Chöre und Bands in diesen Wochen aufgrund der Corona-Krise nicht proben dürfen, finden wir eben neue Wege, um miteinander Musik zu machen.

 
 
 

Erinnern Sie sich noch?

Vor einem Jahr haben wir uns mit diesem Foto hier im Amtsblatt vorgestellt. Unsere Freude war riesengroß: Wir wurden gemeinsam auf die Pfarrstelle in Neckarrems gewählt und haben erlebt, wie Sie mit mindestens ebenso großer Vorfreude auf uns gewartet haben. Unsere feierliche Einsetzung am 5. Mai 2019 steht uns noch lebhaft vor Augen. Und nun ist tatsächlich schon ein ganzes Jahr vergangen! Wie gern hätten wir diesen Jahrestag im Rahmen eines Gottesdienstes mit Ihnen gefeiert!

Nun wollen wir uns zumindest auf diesem Weg bei Ihnen bedanken: Danke für die große Herzlichkeit, mit der Sie uns noch immer begegnen – wir haben das Gefühl, die Freude ist noch lange nicht der „Normalität“ gewichen. Danke für all das Vertrauen, das Sie uns von Anfang an entgegengebracht haben – wir haben viele offene Türen und Herzen vorgefunden und hoffen, dass Sie uns auch als offene Gesprächspartnerinnen erleben. Danke für das wunderbare Miteinander hier in Remseck – sei es in einem grandiosen Team von Kolleginnen und Kollegen, in der tollen Zusammenarbeit mit den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden in Neckarrems oder nun im Miteinander der neuen Pfarrbezirke. Wir sind wirklich gern hier!

Bald werden wir auch wieder zu zweit unterwegs sein: Pfarrerin Eva Engelking kehrt im Juli aus der Elternzeit zurück. Wir werden dann nicht wie bei unserem ersten Gottesdienst gemeinsam auf der Kanzel stehen (das lassen die aktuellen Corona-Vorschriften nicht zu), aber Seite an Seite in Neckarrems und für ganz Remseck unterwegs sein.

Es grüßen Sie herzlich Ihre Pfarrerinnen Isabella Bigl und Eva Engelking

Remsecker Hausgebet

Herzlich laden wir Sie ein zu einem täglichen Hausgebet um 19 Uhr. In diesen Tagen verschicken und verteilen wir einen Ablauf in möglichst viele Remsecker Haushalte. Ab kommender Woche finden Sie ihn auch im Amtsblatt.

Unser Gedanke: Wir beten alle gemeinsam zur gleichen Zeit.

Wir wollen damit zeigen, dass die Gemeinschaft der Christen mehr verbindet, als körperliche Anwesenheit. Ein Gebet lässt Zusammenhalt spürbar werden und kann uns in unsicheren Zeiten Trost spenden. Jetzt gilt es, die Hoffnung auf Gott tatsächlich wachzuhalten und als Gemeinde zu blühen – allen Widrigkeiten zum Trotz!

Den Ablauf zum Download

Nachruf Albrecht Keller

Keller (Mitte) mit Dekan Speck und Bürgermeister Balzer

Aus unserer Gemeinde ist am 18. März Pfarrer Albrecht Keller im Alter von 83 Jahren verstorben. Wer ihn kennenlernen durfte, weiß, dass es für Albrecht Keller wohl kaum eine unpassendere Bezeichnung gegeben hat als „Ruheständler“ – denn im Ruhestand war er nie. 1997 initiierten er und seine Frau die Kinderbibeltage, die Albrecht Keller bis 2017 weiterbegleitete. Zusammen mit Dr. Ulf Scharlau erarbeite er eine detaillierte Aufstellung aller Epitaphen der Margaretenkirche sowie einen Kirchenführer. Bis ins hohe Alter konnte der Seniorentreff von seinen vielen Studienreisen bis in die entferntesten Winkel der Welt (Irak, Peru, Nepal) profitieren, über die er dann gerne mit Bildern referierte. Bei Kirchenwahlen war er für den Ortswahlausschuss eine große Stütze. Er organisierte den Begrüßungsbrief für die Neuzugezogenen und war beim Krippenspiel der Handwerker für die Kulissen. Die Homepage der Kirchengemeinde Aldingen wurde über viele Jahre von ihm gepflegt und natürlich war er unzählige Male der Pfarrer auf der Kanzel im Gottesdienst.

Albrecht Keller war ein Mensch, der im Herzen immer jung geblieben war. Es gab nichts, was ihn nicht interessierte. Ob als Handwerker oder Historiker, Reisechronist, Computerspezialist oder Kirchenpolitiker, Albrecht Keller widmete sich jeder Aufgabe mit Begeisterung, Interesse und großem Elan. Er lebte seinen Glauben überzeugend und mit Überzeugung, aber unaufdringlich und mit großer Offenheit.

Er war so, wie ich als Pfarrer bis in hohe Alter sein und bleiben möchte. In Aldingen hat er viele Spuren hinterlassen, von denen wir noch lange profitieren.

Albrecht Keller wurde aufgrund der Covid19-Krise im engsten Familienkreis beigesetzt.

Jens Keil

Neue Vorsitzende für den Remsecker Kirchengemeinderat gewählt

In seiner Sitzung vom 11. März hat der neue Remsecker Kirchengemeinderat Hannelore Pfettscher zur Vorsitzenden gewählt. Als Vorsitzende führt sie zusammen mit Pfarrerin Goldmann die Geschäfte der Kirchengemeinde und vertritt sie gerichtlich und außergerichtlich. Sie ist unterschriftsberechtigt, mitverantwortlich für die Ausführung der Kirchengemeinderatsbeschlüsse sowie für die Anleitung und Beaufsichtigung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Für diese Aufgabe bringt sie reichlich Erfahrung mit. Bereits von 1974 bis 1995 war die heute 67jährige mit 21 Jahren eine der jüngsten Kirchengemeinderäte in Württemberg. Unter anderem engagierte sie sich damals in der Kinderkirche sowie in der Jugendarbeit und war Mitglied im Bezirksarbeitskreis des Jugendwerks. Von 1980 bis 88 war sie Pfarramtssekretärin in Aldingen sowie dann Sekretärin der Prälatin Dorothea Margenfeld in Ludwigsburg (1992 bis 2003). Bis zum Ruhestand arbeitete sie im Oberkirchenrat.

 

Wir freuen uns, eine so kompetente Vorsitzende gefunden zu haben und danken ihr für die Bereitschaft, sich für das Amt zur Verfügung zu stellen. Wir sind uns sicher, dass sie menschlich wie auch mit ihrer Erfahrung immer ganz Remseck im Blick haben wird.

Die neue Vikarin: Ann-Kristin Scholl

Mein Name ist Ann-Kristin Scholl und ich bin 29 Jahre alt. Diesen Sommer habe ich mein Studium der Evangelischen Theologie an der Universität in Tübingen abgeschlossen. Jetzt ist endlich die Zeit gekommen, in der ich mich ganz praktisch austoben darf – und das in Ihrer Gemeinde, worauf ich unglaublich gespannt bin.

Seit meinem 15. Lebensjahr war ich (mit kurzen Unterbrechungen) von der Idee beseelt, Pfarrerin werden zu wollen. Die Vorstellung, Menschen durch ihr Leben zu begleiten und ihnen in einer Kirchengemeinde einen Raum der Anerkennung und Wertschätzung zu ermöglichen, fasziniert mich am Pfarrberuf besonders. Ich habe den Wunsch, eine Haltung einzuüben, mit denen ich den Menschen, die mich umgeben, mit einem offenen Ohr und einem offenen Herzen begegnen kann. Ich würde gerne Zeit dafür mitbringen, was gerade dran ist.

Ich bin eine Nicht-Schwäbin, da ich im Siegerland (Ostwestfalen) mit zwei Brüdern zusammen aufgewachsen bin. Dort wurde ich von einer intensiven Gemeindearbeit und CVJM-Arbeit geprägt, die sich durch meine gesamte Kindheit und Jugend zog. Nach dem Abitur (2010) führte mich mein Weg nach Israel als Volontärin. Ich arbeitete in Haifa in einem Heim für Überlebende der Schoah. Dort begleitete ich sieben ältere Damen in ihrem Alltag und lernte Land und Leute kennen. Nach dieser bis heute für mich prägenden Zeit entschloss ich mich für ein weiteres Praktikum in Jona’s Haus, einer offenen Kinder- und Jugendtagesstätte in Berlin-Spandau. 2012 begann ich an der Universität Tübingen mein Studium. In meinem fünften Semester wurde ich Stipendiatin des Evangelischen Stifts, weshalb ich von Westfalen in die württembergische Landeskirche wechselte. Während meiner Studienzeit verschlug es mich noch einmal in den Osten Deutschlands, nämlich nach Greifswald, bevor ich zum Examen nach Tübingen zurückkehrte. Zur Fortsetzung

Kirchensanierung in Hochberg

Veröffenlicht in der LKZ am 25. September

Montag, 10 Uhr, Christuskirche in Hochberg. Ein Handwerker ist dort an diesem Vormittag nicht zu sehen. Dafür haben sich Pfarrerin Elke Goldmann und ihr Mann Kurt mit Architekt Hans Günter
Schädel aus Remshalden-Grunbach zur Baustellenbesichtigung verabredet. Neben vielen Einzelheiten steht auch der Baufortschritt auf der Agenda. Die gute Nachricht: Der Wiedereröffnung der Kirche
kurz vor Weihnachten scheint nichts im Wege zu stehen.

Noch gut erinnert sich Pfarrerin Goldmann an den letzten Tag des vergangenen Jahres: „Nach dem Gottesdienst sind wir mit Laternen in der Hand ausgezogen, haben gesungen und die Kirche symbolisch abgeschlossen.“ Doch schon im Januar ging die Tür wieder auf, denn nun galt es, das Gebäude auszuräumen. Die Kirchenbänke wurden bei einem Landwirt unterge stellt, der Rest wurde im Gemeindehaus eingelagert. Viel Arbeit, die zahlreiche helfende Hände erforderlich machte. Die Helfer waren es auch, die sich in einem eigens gegründeten Bauausschuss eingebracht und an den umfangreichen Vorarbeiten und Planungen mitgewirkt haben. Die Gottesdienste werden demnach seit
Januar im Gemeindehaus abgehalten, Trauungen finden dagegen in der Wendelinskirche in Hochdorf statt. Die letzte Innenrenovierung der über 150 Jahre alten Christuskirche war übrigens 1971.

Den ganzen Artikel finden Sie hier.

Neckarrems: Neue Tische und Stühle für das Albert-Schweitzer-Gemeindehaus

Viele Jahrzehnte lang haben uns die Tische und Stühle in unserem Albert-Schweitzer-Gemeindehaus treue Dienste geleistet. Doch auch die besten Möbel kommen in die Jahre und so wurde immer deutlicher, dass es an der Zeit ist, das Gemeindehaus neu zu bestücken.


Was einfach klingt, ist eine Aufgabe, die viel Umsicht und Bedacht erfordert. Eine gute Gemeindehausbestuhlung muss den unterschiedlichsten Anforderungen gerecht werden: Tische und Stühle sollen leicht sein, damit sie sich schnell umstellen und gut stapeln lassen. Bei aller Leichtigkeit sollen sie jedoch ein hohes Maß an Stabilität aufweisen und jedem Gemeindeglied einen sicheren und bequemen Platz bieten: Die kleinen Kletterer der Kinderkirche benötigen zum Beispiel genau so viel Standhaftigkeit wie die gestandenen Herrschaften vom Kirchengemeinderat. Hausmeisterin und Feierfreudige freuen sich nach einem Fest, wenn die Tische leicht abwischbar sind und für die Gemeindefeste ist es eine Freude, den Saal jetzt mit den hellen Tischen und Stühlen einladend gestalten zu können. Bei ganz unterschiedlichen Anlässen konnten wir als Gemeinde das neue Inventar einweihen. Mit den neuen Tischen und Stühlen lässt es sich bestens feiern: Bei Großveranstaltungen wie der Einsetzung der beiden neuen Pfarrerinnen oder dem Seniorendoppeljubiläum bietet das Gemeindehaus jetzt einen noch komfortableren Rahmen als zuvor. Vor allem die regelmäßig stattfindenden Termine wie die wöchentliche Posaunenchorprobe oder die Sitzungen des Kirchengemeinderats profitieren von den neuen Stühlen und auch die beiden neuen Pfarrerinnen fühlen sich auf den Stühlen bei ganz unterschiedlichen Gesprächen rundum wohl. Der Alltagstest ist also zur höchsten Zufriedenheit ausgefallen: Die neuen Tische und Stühle sind ein echter Gewinn für das Neckarremser Gemeindeleben.

Der Dank gilt deshalb nun den Mitgliedern des Kirchengemeinderates, die diese Auswahl mit großer Sorgfalt getroffen haben. Die alten Möbel wurden zum Beispiel an Mitarbeiter und Gemeindeglieder oder an das Jugendhaus in Neckarrems verschenkt.

Im Namen der Evangelischen Kirchengemeinde Neckarrems bleibt mir die schöne Aufgabe, allen Spendern zu danken, die den Kauf der neuen Möbelstücke ermöglicht haben: Allen voran ist hierbei die Eva Mayr-Stihl Stiftung zu nennen. Sie hat die Anschaffung mit einem Gesamtpreis von rund 25.000 Euro mit einer überaus großzügigen Förderung in Höhe von 15.000 Euro unterstützt. Darüber hinaus wurden die Tische und Stühle aus Mitteln des freiwilligen Gemeindebeitrags finanziert. Diese Gaben kommen aus unserer Mitte und ich danke allen Spenderinnen und Spendern für ihr Zeichen der Verbundenheit mit unserer Gemeinde.

Ihre Pfarrerin
Isabella Bigl